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Geschichte von Babenhausen


Der Ort Babenhausen ist urkundlich 1237 belegt. Über den genauen Zeitpunkt seiner Entstehung kann nur spekuliert werden. Zusammen mit Schönegg bildete Babenhausen im 12. Jh. einen Teil der Herrschaft Kellmünz, die zunächst Lehen der Pfalzgrafen von Tübingen, dann der Herzöge von Württemberg war. Ehe der Augsburger Handelsherr Anton Fugger 1538 die Lehenshoheit um 36.000 Gulden und 1539 die Grundherrschaft von Babenhausen für 68.000 Gulden erwarb, hatte der Ort wechselnde Besitzer, zuletzt seit 1378 die Herren von Rechberg. 1315 wurde Babenhausen als Stadt bezeichnet. Im 15. Jh gingen die Stadtrechte wieder verloren. Schloss und Markt erlebten im Bauernkrieg (1525) unruhige Zeiten durch den Bauernhaufen, der sich als „Rotes Fähnlein“ bezeichnete.

 

Unter den Fuggern erlebte Babenhausen einen merklichen Aufschwung, die rege Bautätigkeit brachte Aufträge für Handwerk und Gewerbetreibende.

Kaiser Franz II. erhob 1803 Graf Anselm Maria Fugger wegen seiner Verdienste für Kaiser und Reich in den Fürstenstand und erklärte die reichsfreie Herrschaft Babenhausen mit den Herrschaften Boos und Kettershausen zum Reichsfürstentum Babenhausen.
Am 12. 08. 1806 wurde das Fürstentum Babenhausen in das Königreich Bayern einverleibt.
Im Zuge der Kreisreform kam Babenhausen 1972 vom Landkreis Illertissen zum neugeschaffenen Landkreis Unterallgäu.
Der Fuggermarkt ist heute Sitz der Verwaltungsgemeinschaft mit den Mitgliedsgemeinden Babenhausen, Egg a. d. Günz, Kettershausen, Kirchhaslach, Oberschönegg und Winterrieden

Geschichte der Fugger

Babenhausen in Stichworten
1237 erste urkundliche Erwähnung
1337
Bestätigung der Stadtrechte
1378 im Besitz der Herren von Rechberg
1471 Verlust der Stadtrechte
1538 Lehenshoheit der Fugger
1544 Errichtung des Rathauses
1554 Anton Fugger stiftet die Lateinschule
1671 Reichsexekution
1797 Recht auf ein eigenes Wappen
1803 Reichsfürstentum Babenhausen
1806 Fürstentum in das königreich Bayern einverleibt
1840 Sitz der ersten Postexpedition
1852 ERste Lokalzeitung das "Babenhauser Wochenblatt"
1894 Bahnanschluß
1947 Wiederaufbau des abgebrannten Rathauses
1964 Einstellung des Personenverkehrs auf der Lokalbahn
1972 Einggliederung in den neu geschaffenen landkreis Unterallgäu
1973 Errichtung einer Realschule
1975 der markt Babenhausen wird als Erholungsort staatlich anerkannt
1999 Schließung des Kreiskrankenhauses und Umbau zu einem Altenheim
© Fremdenverkehrsverein Babenhausen

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